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05.06.2018

Schulhöfe angeblich nicht mehr sicher genug

Schulhof
Schulhöfe sind nach Ansicht des Innenministeriums in Baden-Württemberg nicht mehr sicher genug für die Radfahrausbildung

In Baden-Württemberg sollen Verkehrsübungsplätze gebaut werden, damit Schüler dort Radfahren lernen.

Der Schulhof galt bislang als sicherer Ort und als Schonraum, damit die Schüler dort Radfahren lernen. Das sieht das Innenministerium in Baden-Württemberg offensichtlich nicht mehr so, denn aus dessen Sicht sind Schulhöfe nicht ausreichend genug geschützt. Aus diesem Grund sollen im Landkreis Waldshut neue Verkehrsübungsplätze gebaut werden, damit die Schüler dort sicher den Umgang mit dem Fahrrad lernen können. Das gilt auch für den Ort Bonndorf, doch Bürgermeister Michael Scharf ist damit gar nicht einverstanden. „Wer zahlt denn solche Verkehrsübungsplätze“, fragt er, denn schließlich müssten dort auch Toiletten vorgehalten werden. Außerdem sieht er große logistische Probleme auf die Schule zukommen. Die Schüler müssten dann samt Fahrrad und Lehrer in einen Bus, um dann zum Übungsplatz zu fahren. Angesichts von Lehrermangel und Ausfallstunden sieht Scherf das als wenig sinnvoll an. „Die bisherige Praxis ist ideal“, sagt der Bürgermeister, der nicht begreifen kann, dass sich die Polizei daraus zurückziehen will.

Polizeioberkommissar Waldemar Werner vom Referat für Prävention der Polizei in Waldshut-Tiengen sieht die bisherigen Bedingungen auf den Schulhöfen sogar als positiv an. Mit der mobilen Verkehrsschule wurden die Schulen besucht und die Übungen auf den Schulhöfen absolviert. Auch das Ergebnis der Ausbildung sei gut, da die Schüler sich im Straßenverkehr unauffällig verhielten. Noch bleibt es bei der bisherigen Regelung, das heißt, dass in diesem und im nächsten Schuljahr der Unterricht auf dem Schulhof noch garantiert wird, aber danach soll sich das ändern.

(lie)

Foto : Kerstin Lieber

 

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