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13.04.2018

Schulterblick verhindert Unfälle

Wenn sich Autofahrer den Schulterblick sparen, kommt es zu gefährlichen Situationen wie dieser

Das Abbiegen im Straßenverkehr birgt Gefahren. Die Deutsche Verkehrswacht weist deshalb auf die Wichtigkeit des Schulterblicks hin - und warnt Fahrradfahrer gleichzeitig vor "Dooring".

Laut vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes verunglückten im vergangenen Jahr über 54.000 Menschen bei sogenannten Abbiegeunfällen; 239 von ihnen verloren das Leben. Ein leichter Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Weil eine Vielzahl dieser Unfälle mit Fehlern im Umgang mit dem nachfolgenden Verkehr zu begründen ist, weist die Deutsche Verkehrswacht (DVW) auf die Wichtigkeit des Schulterblicks hin.

Kurt Bodewig, Präsident der DVW sagt: "Der Schulterblick ist äußerst wichtig, um Unfälle zu vermeiden und trotzdem vergessen ihn viele. Auch Fahrradfahrer müssen daran denken, da sie keine vorgeschriebenen Rückspiegel haben. Autofahrer unterschätzen dagegen oft den toten Winkel beim Abbiegen." Paragraf 9 der Straßenverkehrsordnung fordert eine doppelte Rückschaupflicht: vor dem Einordnen und dem Abbiegen. Hierbei reichen prüfende Blicke in den Seitenspiegel meistens nicht aus, meint die DVW.

Gefahr durch "Dooring"

Auch wenn Autofahrer aus ihrem geparkten Fahrzeug aussteigen, ist ein Schulterblick wichtig. Denn manchmal müssen Fahrradfahrer dicht an geparkten Autos entlangfahren. Dann können sie bei einer plötzlich geöffneten Autotür nicht immer rechtzeitig anhalten. "Der Gefahrenbereich wird inoffiziell 'dooring zone' genannt, wobei 'dooring' den Zusammenstoß eines Radlers mit einer geöffneten Autotür meint", informiert die DVW. Sie empfiehlt Autofahrern, den sogenannten "holländischen Griff" anzuwenden: Wenn er links aussteigen möchte, sollte er die Tür mit der rechten Hand öffnen und umgekehrt. (ms)

Foto : Dan Race/Fotolia

 

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