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03.11.2017

Unfallzahlen senken - durch Tempo 30 innerorts

Zukunftsnetz Mobilität NRW
In Dortmund trafen sich die Kinderunfallkommissionen zum 13. Mal zu einem bundesweiten Treffen

Die Kinderunfallkommissionen fordern eine kindgerechtere Gestaltung der öffentlichen Räume und des Verkehrs. Dazu könnte auch ein Tempolimit innerorts beitragen.

Auf einem Treffen der Kinderunfallkommissionen in Dortmund haben die Teilnehmer Handlungsbedarf beim Hol- und Bringverkehr an Schulen konstatiert. Experten der Polizei, aus den Kommunen und von den beteiligten überregionalen Verbänden berieten auf Einladung des „Zukunftsnetz Mobilität NRW“, wie die Förderung der sicheren und eigenständigen Mobilität von Kindern und Jugendlichen vorangebracht werden kann.

Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau betonte die Bedeutung der vernetzten Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene für eine kindgerechte Gestaltung der öffentlichen Räume und des Verkehrs.

Im Fokus stand vor allem das bundesweite Problem des Elterntaxi. Wie mit dem zunehmenden Hol- und Bringverkehr an Schulen umgehen? Die Kinderunfallkommission aus Kaiserslautern stellte in Dortmund ihren Ansatz vor, wie sie mit intensiver Eltern- und Öffentlichkeitsarbeit dem Phänomen „Helikopter-Eltern“ begegnen wollen. Auf welche Weise schon im Kindergarten damit begonnen werden kann, Kinder zur Selbständigkeit zu erziehen, berichteten die Vertreter aus den Kreisen Herford und Minden-Lübbecke. Hier fahren schon Vierjährige alleine mit dem Bus in den Kindergarten.

Wissenschaftlerin Rosemarie Baldauf von der TU Dresden zeigte Möglichkeiten auf, wie durch eine Reduktion des Verkehrsaufkommens trotzdem mehr Mobilität und mehr Sicherheit im Straßenverkehr möglich ist. Erreicht werden könne dies laut der Expertin nur über ein funktionierendes Netzwerk von unterschiedlichen Akteuren.

Ein weiteres Thema: Tempo 30. Welche Auswirkungen eine solche Reduzierung der Geschwindigkeit innerorts hat, wurde von Christian Niebrügge von der FH für öffentliche Verwaltung in NRW in seiner Bachelorarbeit untersucht. Sein Ergebnis: Die Folge wäre eine signifikante Verringerung der Unfallzahlen. Um Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit in NRW verbindlich zu etablieren, sei daher nun die Politik gefragt. (tr)

Foto : Zukunftsnetz Mobilität NRW

 

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