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27.06.2018

200 Verkehrstote ließen sich vermeiden

Es ist nur ein kurzer Klick, der die Sicherheit im Auto deutlich erhöht. Würde sich jeder anschnallen, gebe es 200 Verkehrstote weniger im Jahr.
Es ist nur ein kurzer Klick, der die Sicherheit im Auto deutlich erhöht. Würde sich jeder anschnallen, gebe es 200 Verkehrstote weniger im Jahr

Die Quote der Verkehrsteilnehmer, die sich nicht anschnallen, ist zwar mit zwei Prozent sehr gering. Doch ihr Anteil an den Verkehrstoten beträgt 28 Prozent.

Es gibt noch immer zu viele „Gurtmuffel“ in Deutschland. Das zeigen die neuesten Auswertungen der Unfallforschung der Versicherer (UDV). Die UDV stellte eine große Diskrepanz fest zwischen der Zahl der angeschnallten Fahrer, die laut Erhebung der Bundesanstalt für das Straßenwesen bei 98 Prozent liegt, und der Tatsache, dass 28 Prozent aller im Straßenverkehr ums Leben gekommenen Autofahrer nicht angeschnallt waren.

Wenn alle Insassen von Pkw in Deutschland zu jeder Zeit korrekt angeschnallt wären, könnten rund 200 Verkehrstote und rund 1.500 schwer Verletzte pro Jahr vermieden werden. "Das zeigt das große Potential, das hier liegt. Mit keiner anderen Einzelmaßnahme lassen sich so viele Verkehrstote vermeiden", sagt UDV-Leiter Siegfried Brockmann. Weitere Ergebnisse: Am häufigsten getötet oder schwer verletzt wurden nicht angeschnallte Fahrer (43 Prozent), gefolgt von Rücksitzinsassen (36 Prozent) und Beifahrern (21 Prozent). Mehr als zwei Drittel der Opfer waren männlich, das Durchschnittsalter lag bei 32 Jahren. In einer bundesweiten Online-Befragung im Frühjahr 2018 zeigte sich, dass insbesondere notorische Gurtverweigerer glauben, bei innerstädtischen Geschwindigkeiten ausreichend geschützt zu sein. Wie im realen Unfallgeschehen abgebildet, bekannten sich mehr Männer als Frauen dazu, nicht angeschnallt gefahren zu sein.

Siegfried Brockmann fordert deshalb deutlich mehr polizeiliche Kontrollen und höhere Verwarnungsgelder. Die Industrie müsse alle Sitzplätze mit Gurtwarnern ausstatten, die mit Blinklicht und Warnton darauf aufmerksam machen, wenn Insassen nicht angeschnallt sind. Zugleich gelte es, das Bewusstsein in der Bevölkerung zu stärken, dass Kollisionen auch bei niedrigen Geschwindigkeiten ohne Gurt zu schwersten Verletzungen führen können. "Ziel muss ein hundertprozentige Anschnallquote sein", findet Brockmann.

(lie)

Foto : UDV

 

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