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05.11.2021

ABS mit Überschlagschutz für E-Bikes und Pedelecs

Rad-ABS
Bisher haben drei Anbieter ein ABS-System fürs Rad im Sortiment: Bosch, ZF Sachs Micro Mobility GmbH und BluBrake

Der ADAC hat untersucht, ob das Fahrrad-ABS-System von Bosch einen Nutzen für Pedelec-Fahrerinnen und -Fahrer bringt und ob sich die Mehrkosten von mehreren Hundert Euro dafür lohnen.

Mit der nach wie vor steigenden Nachfrage nach E-Bikes und Pedelecs steigt auch die Gefahr von tödlichen Unfällen, in denen die Zweiräder verwickelt sind. Grund genug, um über eine Investition in ein gutes ABS-System fürs Rad nachzudenken. Dieses kann den Stillstand des stabilisierenden Vorderrades und damit Unfälle vermeiden. Ein gutes ABS kann außerdem weitgehend verhindern, dass das Hinterrad abhebt und das Rad überschlägt.

Der ADAC hat sich das System von Bosch genauer angeschaut. Bremstests haben ergeben, dass das Bosch-ABS auch unter ungünstigen Bedingungen wie etwa einem rutschigen Untergrund eine Radblockade verhindert. Auch die Bremsstabilität bewerten die ADAC-Experten als überwiegend gut. Lediglich bei einer von 50 Bremsungen hob das Hinterrad bei niedriger Geschwindigkeit so weit ab, dass sich der Testfahrer mit einem seitlichen Ausfallschritt absichern musste. Einen Nachteil im Überschlagschutz sieht der ADAC: Mit steigenden Bremskräften verliert das Hinterrad schnell die Bodenhaftung. Um also einen Überschlag zu vermeiden, muss die Bremskraft vom ABS rechtzeitig begrenzt werden, wodurch sich allerdings der Bremsweg verlängert, so der ADAC.

Beratung und Probefahrt

Der Automobilclub empfiehl ein Rad-ABS für Radfahrer, die bei allen Witterungen häufig auf unbefestigten, verschmutzten und rutschigen Fahrbahnen unterwegs sind. Auch für E-Lastenräder, die ein höheres Gewicht, einen relativ niedrigen Schwerpunkt und langen Radstand haben, ist ein ABS laut ADAC ratsam, um plötzliches Abbremsen zu stabilisieren und Stürze zu vermeiden. Der ADAC rät außerdem dazu, sich das System ausführlich von einem Händler erklären zu lassen und bei einer Probefahrt mehrere Bremsversuche zu unternehmen. Durch den verlängerten Bremsweg sollten Nutzerinnen und Nutzer ihre Fahrweise anpassen und ausreichend Abstände einhalten.

(mm)

Foto : ÖAMTC/Christian Houdek

 

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