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23.04.2021

ADAC richtet neue Elternhaltestellen ein

Neue Schilder zeigen Kindern und Erwachsenen die Elternhaltestellen in sicherer Entfernung zur Schule

Die Stadt Willich richtet zusammen mit dem ADAC Nordrhein an vier Grundschulen sogenannte Elternhaltestellen ein. Ziel sei es, die teils chaotischen Zustände durch Elterntaxis vor den Schulen zu entschärfen.

Im nordrhein-westfälischen Willich hat der ADAC Nordrhein an vier Grundschulen sogenannte Elternhaltestellen eingerichtet. Diese befinden sich einige Meter von der jeweiligen Schule entfernt und sollen so die zum Teil chaotischen Zustände vor den Schule entzerren. Auf den beschilderten Seitenstreifen an der Straße darf zu bestimmten Zeiten niemand parken, so der ADAC in einer Pressemitteilung. Ziel sei es, dass dadurch Eltern ihren Nachwuchs hier sicher absetzen können. Von den Elternhaltestellen aus markieren künftig gelbe Fußabdrücke auf den Bürgersteigen den sichersten Weg zur Schule.

„Hol- und Bringverkehr direkt vor Schulen gefährdet häufig die Sicherheit der Schulkinder. Verkehrsverstöße sind eher die Regel als die Ausnahme“, erklärt ADAC Mobilitätsexperte Roman Suthold. „Abenteuerliche Fahr- und Wendemanöver, mehrfaches Rangieren, Behinderung von Schulbussen, Parken im Halteverbot. Das ist vielerorts leider eine Katastrophe.“ Die Kinder ihrerseits könnten im Grundschulalter noch nicht alle Gefahren richtig einschätzen. „Wir beobachten, dass sie teilweise direkt vom Fahrzeug zur Straße hin aussteigen oder zwischen parkenden Fahrzeugen die Fahrbahn überqueren. Hier verdecken immer wieder stehende Elterntaxis den Blick auf den fließenden Verkehr.“ Andersrum würden heranfahrende Autos die Kinder zwischen den parkenden Fahrzeugen nicht oder erst sehr spät sehen, schreibt der ADAC.

Elternhaltestellen für mehr Sicherheit

Willichs Bürgermeister Christian Pakusch hofft deshalb sehr, dass die neuen Elternhaltestellen an den Grundschulen im Interesse der Kinder angenommen werden: „Alles, was die Sicherheit der Kids erhöht und hilft, auch nur einen Unfall zu vermeiden, kann man ja nur ausdrücklich begrüßen. Ein Schritt hin zu mehr Sicherheit – super.“

Grundsätzlich plädieren die ADAC Experten dazu, den täglichen Schulweg möglichst zu Fuß zurückzulegen. Denn dies habe verschiedenen Studien zufolge positive Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung. Dazu zählten eine höhere Konzentrationsfähigkeit im Unterricht, eine gesteigerte körperliche Fitness, der Abbau von Übergewicht sowie – bei gemeinsamer Bewältigung des Schulwegs mit anderen Kindern – die Verbesserung des Sozialverhaltens. „Kinder entwickeln frühzeitiger ein Bewusstsein für Gefahrensituationen und werden überhaupt erst in die Lage versetzt, ein räumliches Bild der eigenen Stadt beziehungsweise des eigenen Schulwegs zu entwerfen. Im Elterntaxi erleben sie den Straßenverkehr hingegen nur als passiver Verkehrsteilnehmer von der Rückbank“, betont Suthold.

(ts)

Foto : ADAC Nordrhein/Thomas Müther

 

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