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11.06.2019

ADFC fordert Nachbesserung beim Entwurf für fahrradfreundliche StVO

Weil es auf Radwegen zum Teil sehr eng zugeht, fordert der ADFC unter anderem vom übrigen Verkehr getrennte Radwege

Den Entwurf von Bundesverkehrsminister Scheuer für eine fahrradfreundliche Novelle der Straßenverkehrs-Ordnung sieht der Fahrradclub ADFC schon mal positiv. Es fehle aber noch an Handlungsmöglichkeiten, um dem Radverkehr mehr Platz auf der Straße einzuräumen.

So sieht der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) das im Entwurf vorgeschlagene generelle Halteverbot auf Schutzstreifen und die Erhöhung von Bußgeldern als längst überfälligen Schritt. Auch der Mindestüberholabstand für Kraftfahrzeuge hätte längst umgesetzt werden müssen. In naher Zukunft müsse außerdem das Ziel sein, durchgängige Netze für vom Autoverkehr getrennte Radwege zu schaffen. Die Einrichtung von Fahrradzonen, das Erleichtern des Nebeneinanderfahrens und das Überholverbot an Engstellen, die allesamt im Entwurf festgehalten werden, seien hingegen Schritte in die richtige Richtung, müssen aber noch weiter konkretisiert werden, mahnt der ADFC.

Weitere Forderungen an Scheuer

In einigen Punkten ist der ADFC nicht mit dem Entwurf des Bundesverkehrsministers einverstanden. So fordert der Fahrrad-Club unter anderem Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts, eine leichtere Einrichtung von Fahrradstraßen oder den Vorrang für die Einrichtung von Radverkehrsanlagen vor Kfz-Parkanlagen. ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork erklärte: „Minister Scheuer muss an einigen Stellen nochmal nachlegen – und schnell an das übergeordnete Straßenverkehrsgesetz ran. Dort muss er festschreiben, dass nicht mehr die Flüssigkeit des Autoverkehrs alleinige Priorität hat, sondern die Gleichstellung aller Verkehrsarten und das Ziel ‚Vision Zero‘, also null Tote im Straßenverkehr.“

(ts)

Foto : ADFC

 

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