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29.12.2021

ADFC fordert zuverlässigen Winterdienst auf Radwegen

Radweg im Winter
Nur wenn Radwege schnee- und eisfrei sind, kann man sie auch im Winter für Alltagswege nutzen

Besonders vor dem Hintergrund der hohen Covid-19-Infektionszahlen sollte der Winterdienst auf Radwegen laut ADFC hohe Priorität haben. Denn nur, wenn die Kommunen Radwege zuverlässig von Eis und Schnee befreien, sei kein Anstieg individueller Autofahrten zu befürchten.

ADFC-Bundesgeschäftsführerin Ann-Kathrin Schneider sagt: „Viele Menschen wollen auch in den kommenden Monaten zur Arbeit, in die Schule oder zum Einkaufen radeln. Sie haben kein Problem mit dem Winter – sondern mit schlechten Radwegen und dem Unfallrisiko, das ein glatter oder eingeschneiter Radweg bedeutet. Menschen sind auf dem Rad und zu Fuß besonders verletzlich. Mit der einseitigen Priorisierung des Autoverkehrs muss endlich Schluss sein.“

Städte können viel beitragen

Der ADFC fordert Kommunen auf, Schnee mit Räumfahrzeugen auf allen Radwegen schnell zu entfernen. Das so genannte „Schwarzräumen“ verhindert, dass bei schwankenden Temperaturen Spurrillen im Schneematsch zu Eis gefrieren. Wenn bei Glatteis gestreut werden muss, empfiehlt der ADFC den Einsatz von Sole, also Salzlösung, statt Streusalz und rät von scharfkantigem Splitt ab.

Gute Radwege sind entscheidend – auch im Winter

Auf kurzen Arbeitswegen unter fünf Kilometern pendeln im Durchschnitt 26 Prozent der Menschen mit dem Fahrrad – im Winter sind es weniger. Untersuchungen zeigen jedoch, dass der Alltagsradverkehr bei schlechtem Wetter in Städten mit guter Radinfrastruktur kaum zurückgeht. In Oldenburg oder Münster sind es zum Beispiel weniger als fünf Prozent Rückgang, in Städten mit schlechten Radwegen sind es dagegen bis zu 30 Prozent. Schneider: „Radwege müssen 365 Tage im Jahr in Topzustand sein. Nur so kann das Fahrrad ganzjährig zum Lieblingsverkehrsmittel in Deutschland werden.“

(sd)

Foto : ADFC/Veenstra

 

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