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09.04.2019

Auszeichnung für fahrradfreundlichste Städte 2018

Stellt Radfahren in der Stadt einen Stressfaktor dar? – Dies war eine der 32 Fragen im ADFC-Fahrradklima-Test

Gemeinsam mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) zeichnete Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer die fahrradfreundlichsten Städte Deutschlands aus. Erstmals konnte sich Karlsruhe als fahrradfreundlichste Großstadt durchsetzen.

Zum mittlerweile achten Mal hat das Bundesverkehrsministerium (BMVI) den nicht repräsentativen Fahrradklima-Test, den der ADFC in jedem Jahr federführend durchführt, mit Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans (NRVP) unterstützt. Mit der Befragung möchte der ADFC die Situation der Radfahrer in den Städten und Kommunen Deutschlands bewerten. In diesem Jahr beteiligten sich rund 170.000 Menschen an der Umfrage. Das ist ein sattes Plus von 40 Prozent im Vergleich zur letzten Umfrage. Ziel der Befragung sei es, so Bundesverkehrsminister Scheuer, den Radverkehr in Deutschland nutzerfreundlicher und damit noch attraktiver zu machen.

Die Preisträger

Als fahrradfreundlichste Stadt in der Klasse der Städte über 500.000 Einwohner landete Bremen mit der Note 3,5 auf dem ersten Platz. Dicht gefolgt von Hannover mit der Note 3,8  und Leipzig mit der Note 3,9. In der Kategorie der Städte über 200.000 Einwohner durfte sich Karlsruhe über die Spitzenposition freuen. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Münster und Freiburg. Göttingen führt die Klasse der Städte über 100.000 Einwohner ab. Danach folgen Erlangen und Oldenburg. In den Städten der Kategorie über 50.000 Einwohner machte Bocholt mit der Note 2,4 das Rennen. Auf das Siegertreppchen schafften es außerdem Nordhorn mit der Note 2,6 und Konstanz mit einer befriedigenden 3,1. In der Klasse über 20.000 Einwohner wurde Baunatal als fahrradfreundlichste Kommune ausgezeichnet. Ihr folgen Ingelheim am Rhein und Ress auf dem zweiten und dritten Platz. In der sechsten Kategorie schließlich – der Städte unter 20.000 Einwohner – konnte sich Reken vor Wettringen und Heek durchsetzen.

Den Sonderpreis als familienfreundlichste Fahrradstadt erhielt die Stadt Wettringen mit der Note 2,0. Hier sind die Menschen mehrheitlich der Meinung, dass man auch Kinder ohne schlechtes Gewissen allein mit dem Rad fahren lassen kann – und dass es genug Platz auf den Radwegen gibt, um auch mit Kinderanhängern oder Lastenrad bequem unterwegs zu sein, schreibt der ADFC.

Zufriedenheit der Befragten ist gesunken

Was den ADFC aufhorchen lasse, sei die Tatsache, dass sich der Umfrage zufolge das allgemeine Fahrradklima, also die Zufriedenheit der Befragten beim Radfahren, im Vergleich zu den Vorjahren insgesamt weiter verschlechtert habe. Wohingegen das Fahrradklima im Jahr 2014 noch mit einer Gesamtnote von 3,7 angegeben wurde, bewerteten die Umfrageteilnehmer dies im letzten Jahr mit der Note 3,9. Besonders bedenklich sei der Trend, dass sich die Menschen beim Radfahren immer unsicherer fühlen würden, erklärt der ADFC.

(ts)

Foto : ADFC

 

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