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14.12.2020

Auszeichnung mit dem Europäischen Sicherheitspreis Nutzfahrzeuge

Kay Morschheuser war jahrelang für Unfallanalysen und Sicherheitsstrategien von Lkw bei Daimler verantwortlich

Kay Morschheuser wird mit dem Europäischen Sicherheitspreis Nutzfahrzeuge 2020 ausgezeichnet. Der langjährige Leiter Nutzfahrzeug-Unfallanalysen und Sicherheitsstrategien bei Daimler wird von der Europäischen Vereinigung für Unfallforschung und Unfallanalyse (EVU), dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) und der DEKRA geehrt.

„Wir zeichnen Kay Morschheuser zum Ende seiner beruflichen Laufbahn dafür aus, dass er sich in den vergangenen Jahrzehnten im Bereich der Unfallforschung in besonderer Weise um die Sicherheit des Nutzfahrzeugs verdient gemacht hat“, erklärte EVU-Präsident Jörg Ahlgrimm. „Die detaillierte Analyse von realen Unfällen bildet eine entscheidende Grundlage für die Entwicklung und Verfeinerung von Sicherheitssystemen in den Fahrzeugen – indem sie aufzeigt, wo Handlungsbedarf besteht. Die Entwicklung von Sicherheitssystemen wie Notbrems- oder Abbiegeassistent wurde ganz wesentlich durch die Erkenntnisse aus der Unfallforschung von Kay Morschheuser und seinem Team beeinflusst. Diese Systeme retten Leben.“

Auch DVR-Präsident Walter Eichendorf würdigte den Preisträger. „Seit mehr als 50 Jahren setzen sich der DVR und seine Mitglieder intensiv dafür ein, Unfallzahlen weiter zu reduzieren und Unfallfolgen abzumildern. Dabei leitet uns die Sicherheitsstrategie ‚Vision Zero‘. Die Einführung von aktiven und passiven Sicherheitssystemen, oft zuerst im Nutzfahrzeug, hat in der Vergangenheit zur signifikanten Unfallreduktion beigetragen und wird auch in Zukunft einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Sicherheit auf unseren Straßen leisten.“ Eine offizielle Verleihung des Preises soll es im kommenden Jahr geben, wenn es die Situation rund um die Corona-Pandemie zulässt.

Zur Person: Kay Morschheuser studierte in Hannover Maschinenbau, Fachrichtung Kraftfahrwesen und arbeitete zum Ende seines Studiums in der Unfallforschung der Medizinischen Hochschule Hannover mit. Nach dem Abschluss 1988 begann er bei der Mercedes-Benz AG als Versuchsingenieur im Bereich Sicherheitsuntersuchungen Nutzfahrzeuge. In den 1990er-Jahren arbeitete er schwerpunktmäßig in der Airbag-Entwicklung von Lkw und führte in diesem Zusammenhang auch Lkw-Crashtests durch. Seit 1998 war er für Unfallanalysen und Sicherheitsstrategien in der europäischen Lkw-Entwicklung von Daimler verantwortlich. In dieser Funktion brachte er sich in unterschiedlichsten Zusammenhängen in die internationale Verkehrssicherheitsarbeit im Hinblick auf Nutzfahrzeuge ein. Ende Oktober 2020 trat er in die passive Phase der Altersteilzeit ein.

(ts)

Foto : Daimler

 

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