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06.07.2018

Auto bleibt dominierendes Verkehrsmittel

MiD Verkehrsmittelwahl
Um einen einzelnen Weg zurückzulegen, wählt der durchschnittliche Deutsche in 57 Prozent der Fälle das Auto

Das Auto ist nach wie vor das Verkehrsmittel, mit dem die Deutschen täglich die größte Strecke zurücklegen. Doch in Großstädten gewinnen andere Verkehrsträger an Bedeutung.

Der durchschnittliche Deutsche legt täglich 39 Kilometer auf verschiedenen Verkehrsmitteln zurück; drei Viertel davon mit dem Auto. Dieser Rekord in der Verkehrsnachfrage sei das Ergebnis des Bevölkerungzuwachses und der gestiegenen Beschäftigung. So interpretiert das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) die in Auftrag gegebene Studie Mobilität in Deutschland (MiD), von der nun die ersten Ergebnisse vorliegen.

Gegenüber der letzten Erhebung im Jahr 2008 sind die sogenannten „Mobilitätsquoten“ gesunken. Waren 2008 im Schnitt noch 90 Prozent der Deutschen an einem durchschnittlichen Tag unterwegs, erreicht dieser Wert 2017 nur 85 Prozent. Dies führt zu einer etwas reduzierten durchschnittlichen täglichen Zahl von 3,1 Wegen pro Person und Tag. 2008 betrug der entsprechende Wert 3,4 Wege. Auffällig ist dabei ein überdurchschnittlicher Rückgang bei Kindern und Jugendlichen sowie bei Haushalten mit niedrigem ökonomischen Status. Die gestiegene Bedeutung des Onlinehandels und von Homeoffice sind Erklärungsansätze.

Für die einzelnen Wege wählen die Bürger in 57 Prozent der Fälle das Auto, mit dem drei Viertel aller Personenkilometer zurückgelegt werden. Öffentliche Verkehrsmittel gewannen bei der Verkehrsmittelwahl gegenüber 2008 zwei Prozent hinzu und kommen auf zehn Prozent, der Fußweg wird zu 22 Prozent gewählt (minus zwei Prozent), das Fahrrad legte um ein Prozent zu (elf Prozent).

In den Metropolen macht sich der BMVI-Interpretation zufolge eine neue Mobilität erkennbar; weniger als 40 Prozent der Wege werden mit dem Auto zurückgelegt, mehr als 20 Prozent mit dem öffentlichen Verkehr, und das Fahrrad steigert seinen Anteil auf 15 Prozent. Rund 14 Prozent aller Haushalte in den Metropolen haben sich für mindestens ein Carsharing-Angebot angemeldet und zeigen so ihre Bereitschaft, auf ein eigenes Auto zu verzichten. In den Kleinstädten und Dörfern der ländlichen Regionen sind die Alternativen zum Auto nur selten eine Option; 70 Prozent der Wege werden mit dem Auto zurückgelegt.

Bei MiD handele es sich um die größte empirische Untersuchung zur privaten Mobilität, berichtet das BMVI. Über ein Jahr verteilt berichteten Personen aus insgesamt mehr als 150.000 Haushalten über ihre Mobilität. Unter anderem gaben sie an, wie oft und wie lange sie unterwegs waren, welche Verkehrsmittel genutzt wurden und welche Fahrzeuge zur Verfügung standen.

(ms)

Den vollständigen MiD-Kurzreport können Sie hier herunterladen.

Foto : BMVI

 

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