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17.06.2019

Bündnis fordert Warngeräusche für Elektrofahrzeuge

Fußgänger Unfall Zebrastreifen
Durch das akustische Warnsignal sollen Fußgänger und Radfahrer auf die E-Autos aufmerksam gemacht werden

Anlässlich des "Tags der Verkehrssicherheit" forderte ein breites Bündnis den sofortigen Einbau eines künstlichen Warngeräusches in alle Hybrid- und Elektrofahrzeuge.

Unter dem Motto „Elektrisch fahren tut hörbar gut!“ fordern der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) und sieben Verbände auf Initiative des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV) den sofortigen Einbau eines künstlichen Warngeräusches in alle Hybrid- und Elektrofahrzeuge. Den Zusammenschluss bilden neben dem DVR der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC), die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO), die Bundesvereinigung Lebenshilfe, der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV), der Fachverband Fußverkehr Deutschland (FUSS e.V.), der Sozialverband Deutschland (SoVD) und der Sozialverband VdK Deutschland.

Lautlose E-Fahrzeuge als Gefahr

Erst ab Juli 2021 gelte die Regelung, dass alle neu zugelassenen Hybrid- und Elektrofahrzeuge ein Warngeräusch von sich geben müssen. Die dafür benötigte Technik nenne sich „Acoustic Vehicle Alerting System“ (AVAS), schreibt der DVR. Dieses Datum sei aber viel zu spät. Schließlich würden dann alle E-Fahrzeuge, die bereits auf den Straßen fahren oder in den nächsten beiden Jahren zugelassen würden, dauerhaft lautlos unterwegs sein. Dies könne nicht nur für Hör- und Sehbehinderte, sondern für eine breite Schicht der Bevölkerung zur Gefahr werden.

Daher appelliert die Initiative an alle Käufer und Besitzer von Elektro- und Hybridfahrzeugen, diese bereits jetzt mit einem AVAS auszustatten. Technisch sei eine Umrüstung jederzeit möglich, erklärte ein Vertreter der BAGSO. 

(ts)

 

Foto : Fotolia/Pink Badger

 

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