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12.02.2021

Deutscher Verkehrsplanungspreis für Hamburg Altona

Über den Verkehrsplanungspreis 2020 darf sich das Projekt „Ottensen macht Platz“ freuen

Das Projekt „Ottensen macht Platz“ in Hamburg hat den Deutschen Verkehrsplanungspreis 2020 gewonnen. Zudem erhalten das Projekt „Fahrradstraßen 2.0 in Münster“ sowie das Projekt „Österreichischer Platz“ in Stuttgart eine Auszeichnung.

„Vom Parkraum zum Freiraum“ – so lautete das Motto der Ausschreibung des Deutschen Verkehrsplanungspreises 2020. Gesucht wurden innovative und ressortübergreifende Konzepte und Projekte, die aufzeigen, wie Parkplatzflächen zu attraktiven Aufenthaltsflächen im öffentlichen Raum umgewandelt werden können, so der ökologischen Verkehrsclub VCD in einer Pressemitteilung.

Voraussetzung für den Gewinn war, dass die wachsenden Flächenansprüche des Fuß- und Radverkehrs sowie des öffentlichen Verkehrs berücksichtigt, Lösungen für das Parken im Quartier und in der Stadt aufgezeigt und so die Anforderungen an lebenswerte Stadträume und Klimaschutzmaßnahmen berücksichtigt werden. An der Ausschreibung nahmen laut VCD insgesamt 13 Städte und Initiativen in ganz Deutschland teil.

Gewinner kommt aus dem Norden

Den ersten Platz belegte das Projekt „Ottensen macht Platz“, das vom Bezirksamt Altona in Hamburg eingereicht wurde. Zur Begründung sagte Katalin Saary, Vorsitzende der Verkehrsplanungspreis-Jury: „Das komplexe Projekt zeigt, wie es gelingen kann, im vorhandenen planungsrechtlichen Rahmen vom Verkehrsversuch zu einer dauerhaften Lösung zu gelangen. Dafür braucht es Mut, auch im Umgang mit den Konflikten! Der Quartiersbezug bietet eine flächenhaft wirksame Lösung. Für den Umgang mit dem ruhenden Verkehr ist es gelungen, einen tragfähigen Lösungsansatz zu finden, der bundesweit in Bestandsquartieren in dieser Konsequenz so noch nicht umgesetzt wurde.“

Neben dem Sieger dürfen sich auch das Projekt „Fahrradstraßen 2.0 in Münster", eingereicht von der Stadt Münster, und das Projekt „Österreichischer Platz“ in Stuttgart über eine Auszeichnung freuen. Das Projekt „Fahrradstraßen 2.0 in Münster“ verdiene Anerkennung, „weil es aufzeigt, wie durch eine neue Prioritätensetzung der Flächenbedarf des ruhenden Verkehrs eingehegt werden kann“, so die Begründung der Jury. Zeitgleich setze das Projekt neue Standards und Qualitäten für den Radverkehr. Auch das Projekt „Österreichischer Platz" in Stuttgart verdiene eine Anerkennung, weil die Initiative Stadtlücken e.V. deutlich mache, dass die Verkehrswende nicht nur ein Projekt der Kommunalpolitik und Verwaltung ist, sondern alle angeht.

Zum Hintergrund: Der Deutsche Verkehrsplanungspreis 2020 wird wieder von der Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung (SRL) e.V. in Kooperation mit dem ökologischen Verkehrsclub VCD verliehen. Prämiert werden besonders innovative integrierte stadt- und verkehrsplanerische Konzepte und Projekte. Der Preis wird im Rahmen einer Fachtagung in Karlsruhe vergeben, pandemiebedingt voraussichtlich im Sommer 2021.

(ts)

Foto :  jokerpro/fotolia.com

 

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