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28.04.2021

Deutschland soll zum Fahrradland werden

Fahrrad
Bis 2030 sollen deutlich mehr Wege per Rad zurückgelegt werden

Beim 7. Nationalen Radverkehrskongress hat Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer den Nationalen Radverkehrsplan 3.0 (NRVP) vorgestellt. Darin sind ambitionierte Vorhaben verankert, die Deutschland bis 2030 zum Fahrradland mit flächendeckenden Radwegenetzen machen sollen.

In einer Pressemitteilung benennt das Bundesverkehrsministerium die konkreten Ziele des NRVP für das Fahrradland 2030:

  • Die Anzahl der Wege nimmt von rund 120 auf 180 Wege je Person und Jahr zu – ohne dass dies zu Lasten der übrigen Verkehrsarten des Umweltverbundes geht.
  • Die durchschnittliche Länge der mit dem Rad zurückgelegten Wege erhöht sich von 3,7 Kilometer auf sechs Kilometer.
  • Gegenüber 2019 reduziert sich die Zahl der im Verkehr getöteten Radfahrenden um 40 Prozent – trotz deutlich mehr Radverkehr.

Damit das gelingt, sollen Kommunen, Länder und der Bund jährlich pro Kopf und Jahr 30 Euro investieren.

ADFC: Kleine Revolution

Der ADFC begrüßt das neue Leitbild des Bundes für die Radverkehrsförderung. Der Plan setze die richtigen Schwerpunkte durch die Schaffung lückenloser Radwegenetze, geschützter Radwege an stark befahrenen Straßen, Radschnellwegen für Pendler, durch sichere Kreuzungen, moderne Fahrrad-Abstellanlagen und eine Verknüpfung mit dem ÖPNV.

Dennoch kritisiert der ADFC, dass die Ziele des letzten Radverkehrsplans nicht erreicht wurden, weil den Vorhaben erst viel zu spät Taten folgten. ADFC-Vizebundesvorsitzende Rebecca Peters sagt: „Vom Fahrradland Deutschland sind wir Stand heute noch Lichtjahre entfernt. Der Ausbau der Radwege und Radschnellwege kommt kaum voran.“ Der nächste Bundesverkehrsminister müsse noch wesentlich mutiger und schneller sein, damit die Vision des Fahrradland Deutschland bis 2030 Wirklichkeit wird.  

(sd)

Foto : Thinkstock/Tobias Ackeborn

 

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