Aktuelle Nachrichten

21.08.2020

Digital abgehängt

Digitale Bildung
Unterricht am Tablet – für die meisten Schülerinnen und Schüler in Deutschland ist das noch längst kein Standard

Deutschland hinkt bei der digitalen Bildung hinterher. Das belegen eine internationale Vergleichsstudie und eine Umfrage des WDR.

Eine Studie der Lernplattform Preply hat 30 Länder der OECD auf Bedingungen für digitale Bildung und erfolgreiches E-Learning untersucht. Deutschland landet dabei nur auf dem 13. Platz.

Im internationalen Vergleich bremst vor allem das flächendeckend, quälend langsame Internet in eine gleichberechtigte Teilhabe an Angeboten des digitalen Lernens. Schülerinnen und Schüler sind in Deutschland mit rund 91 Mbit/s unterwegs, während den Kindern in Dänemark, Norwegen oder der Schweiz bis zu 155 Mbit/s zur Verfügung stehen. Der Missstand spiegelt sich auch im digitalen Bildungsangebot wieder. Während in Deutschland laut den Ergebnissen der Untersuchung nur 220 Studiengänge und -kurse vollständig online stattfinden, haben Studierende in Großbritannien heute schon die Wahl aus 4.281 Kursen. Trotz alledem lässt Deutschland andere große Volkswirtschaften, wie Frankreich, Spanien oder Japan hinter sich.

Die mangelnde Netzversorgung bestätigt sich auch in einer Umfrage des WDR. Nur jede dritte Schule in NRW verfügt über einen Glasfaseranschluss, heißt es dort. Außerdem mangelt es an der Ausstattung mit digitalen Geräten: Demnach müssen sich im Durchschnitt 9,6 Schülerinnen und Schüler einen Desktop teilen, fand der WDR heraus. Auf ein Tablet kommen sogar 12,8 Personen. Am wenigsten sind Laptops vorhanden. Hier kommt ein Gerät auf 30,3 Personen.

Das kann nicht so bleiben. „Die Corona-Krise hat gezeigt, dass digitale Bildungsangebote noch sehr ungleich verteilt sind. Die neuen Erkenntnisse bieten die optimale Gelegenheit, um diesen Missstand auszugleichen. Es ist ein großer Schritt in Richtung Chancengleichheit, wenn Lerninhalte grenzenlos abgerufen und bearbeitet werden können. Dafür müssen natürlich alle über die gleichen technischen Voraussetzungen verfügen“, sagt Kirill Bigai, CEO von Preply.

(sd)

Foto : Hauke-Christian Dittrich/picture alliance

 

0 Kommentare
 



Kommentare verfassen

Regelmäßig werden online verfasste Kommentare in der Verkehrserziehung veröffentlicht.
Um sich für eine Veröffentlichung zu qualifizieren, geben Sie bitte Ihren vollen Namen und unter den Kommentar an. Herzlichen Dank!

* Pflichtfeld
Donnerstag, 13.05.2021
Abonnement
Zeitschrift für Verkehrserziehung 02/2017

Sie wollen keine Ausgabe mehr verpassen? Dann abonnieren Sie die Zeitschrift für Verkehrserziehung noch heute!

Twitter
Twitter Logo

Kennen Sie eigentlich schon unseren Twitter-Account?

Kontakt

Haben Sie Fragen? Wir helfen Ihnen gerne weiter!

Produkt-Katalog

JETZT NEU: Entdecken Sie alle Produkte im aktuellen Katalog Verkehrserziehung & Prävention 2020/2021!