Aktuelle Nachrichten

15.07.2020

DVR fordert bessere Radinfrastruktur

Die Zahl der verunglückten Pedelec-Fahrer stieg im vergangenen Jahr massiv an

Angesichts der 2019 erneut stark gestiegenen Zahl getöteter Pedelecfahrer fordert der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR), den Ausbau einer sicheren Radinfrastruktur entschiedener voranzutreiben.

Im Jahr 2019 starben laut Unfallstatistik des Statistischen Bundesamtes in Deutschland insgesamt 118 Pedelec-Fahrer. Dies bedeutet im Vergleich zum Jahr 2018 einen Anstieg um 32,6 Prozent. Besonders der Anteil der Gruppe ab 65 Jahre fiel dabei negativ aus. So stieg die Zahl der E-Bike-Fahrer, die älter als 65 Jahre waren und bei einem Unfall getötet wurden, um ein Viertel an.

„Das Fahren mit dem Pedelec unterscheidet sich stark vom Fahrradfahren. Das ist vielen Menschen nach wie vor nicht bewusst“, erklärt DVR-Präsident Walter Eichendorf. Zudem sei die Infrastruktur vielerorts noch nicht auf immer mehr Rad- und Pedelecfahrer ausgerichtet, denn derartige neue Fortbewegungsmittel bräuchten insgesamt viel mehr Platz. Deshalb fordert der DVR den Bund, die Länder und die Kommunen dazu auf, entschiedener zu handeln und den Ausbau einer sicheren Radinfrastruktur voranzutreiben.

Zudem gibt der DVR Pedelecfahrern folgende Tipps mit auf den Weg:

  • Vor der ersten Fahrt eine Proberunde auf einem leeren Parkplatz oder in einer ruhigen Seitenstraße drehen
  • Sich bewusst machen, dass die Fahrphysik des Pedelecs aufgrund seines höheren Gewichts und der Beschleunigung eine andere ist, als die des Fahrrads
  • Verschiedene Unterstützungsstufen ausprobieren
  • Die Bremswirkung und das Kurvenfahren testen
  • Das Auf- und Absteigen üben
  • Bei jeder Fahrt am besten einen Helm tragen

Foto : Freepik/stock.adobe.com

 

0 Kommentare
 



Kommentare verfassen

Regelmäßig werden online verfasste Kommentare in der Verkehrserziehung veröffentlicht.
Um sich für eine Veröffentlichung zu qualifizieren, geben Sie bitte Ihren vollen Namen und unter den Kommentar an. Herzlichen Dank!

* Pflichtfeld
Samstag, 28.11.2020
Abonnement
Zeitschrift für Verkehrserziehung 02/2017

Sie wollen keine Ausgabe mehr verpassen? Dann abonnieren Sie die Zeitschrift für Verkehrserziehung noch heute!

Twitter
Twitter Logo

Kennen Sie eigentlich schon unseren Twitter-Account?

Kontakt

Haben Sie Fragen? Wir helfen Ihnen gerne weiter!

Produkt-Katalog

JETZT NEU: Entdecken Sie alle Produkte im aktuellen Katalog Verkehrserziehung & Prävention 2020/2021!