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12.09.2022

DVR: Mobilitätsbildung bis zur vierten Klasse reicht nicht

Risikobereite Jugendliche
Eine Mobilitätsbildung ab der 5. Klasse könnte den Auf- und Ausbau der Risikokompetenz von Jugendlichen unterstützen

Die Ergebnisse einer Studie des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR) und der gesetzlichen Unfallversicherung zeigen, dass schulische Verkehrssicherheitsarbeit über die vierte Klasse hinausgehen sollte.

Laut Unfallstatistiken sind junge Menschen im Straßenverkehr einem hohen Unfallrisiko ausgesetzt. Der DVR plädiert deshalb dafür, dass Mobilitätsbildung in der Schule länger dauern sollte, als bisher üblich. Derzeit endet für Kinder die Verkehrserziehung in der Schule nach Klasse vier. Die Entwicklung höre aber nicht auf, so der DVR in einer Pressemitteilung, und Kinder und Jugendliche eignen sich weiterhin wichtige mobilitätsbezogene Einstellungen und Werthaltungen an, die auch mit in ihre (Auto-)Mobilität übernommen werden. Die LAWIDA-Studie (Längsschnittliche Analyse der Wege in die Automobilität) zeige, dass Jugendliche bestimmte Entwicklungsaufgaben erledigen müssen, wie beispielsweise soziale Interaktion und die Abnabelung vom Elternhaus. Werden diese Aufgaben nicht optimal bewältigt, habe dies Auswirkungen auf die Risikofreude der jungen Menschen im Straßenverkehr.

Laut DVR führt der Weg zur sicheren motorisierten Verkehrsteilnahme für Jugendliche über eine längere Mobilitätsbildung. Kompetenz- und Empathie-Trainings ab der fünften Klasse könnten demnach dazu beitragen, dass bei „risikobereiten“ Jugendlichen frühzeitig eingegriffen werden kann und sie darin unterstützt werden, ihre Risikokompetenz richtig auf- und auszubauen.

(mm)

Foto : Syda Productions/stock.adobe.com

 

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