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07.03.2019

DVR sieht Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung kritisch

Zu den Elektrokleinstfahrzeugen zählen beispielsweise E-Tretroller

Im Zusammenhang mit dem Entwurf für eine Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV) weist der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) auf eine zunehmende Schwierigkeit in Städten hin. Knackpunkt sei die längst überfällige Aufteilung des Straßenraumes.

Elektrokleinstfahrzeuge könnten das Unfallrisiko für Fußgänger erhöhen, erklärt DVR-Präsident Walter Eichendorf. Denn der Referentenentwurf sehe es vor, dass Elektrokleinstfahrzeuge, die mindestens sechs km/h, aber höchstens elf km/h fahren, den Gehweg nutzen sollen. Elektrokleinstfahrzeuge, die zwölf bis höchstens 20 km/h fahren, müssen hingegen Radwege oder aber die Straße nutzen. In beiden Fällen, so die Forderung von Eichendorf, müsse die Unfallstatistik in den nächsten Jahren kritisch betrachtet werden. Sollten Veränderungen des Unfallrisikos erkannt werden, müsse man frühzeitig nachsteuern.

Anpassung von Radwegen

Künftig sollte die Breite von Radwegen, Schutzstreifen und Radfahrstreifen so angepasst werden, dass alle Nutzer sicher darauf fahren könnten, fordert der DVR. Es müsse beispielsweise grundsätzlich möglich sein, gefahrenlos zu überholen. Auch Kreuzungen müssten für alle übersichtlicher gestaltet werden. Zudem seien alle, die Elektrokleinstfahrzeuge benutzen, aufgefordert, sich an die im Verordnungsentwurf genannten Regeln zu halten. Besonders gegenseitige Rücksichtnahme sei wichtig.

Die Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung wurde in den vergangenen fünf Jahren entwickelt und im Februar dieses Jahres durch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer unterzeichnet. In einem nächsten Schritt werde sie nun der Europäischen Kommission und dem Bundesrat zur Zustimmung vorgelegt. 

(ts)

Foto : DVR/stock.adobe.com

 

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