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31.03.2021

Für mehr Sicherheit auf dem E-Bike

Aufklärung und mehr Fahrradtrainings sollen die Verkehrssicherheit von Pedelec-Fahrern steigern

Laut Zahlen des Statistischen Bundesamts (Destatis) starben 2020 von Januar bis Dezember 142 Menschen auf einem Elektrofahrrad. Diesem Negativtrend will die Deutsche Verkehrswacht (DVW) nun mit mehr Aufklärung und Fahrtrainings entgegenwirken.

Seit Beginn der Corona-Krise sind mehr Menschen mit dem Fahrrad unterwegs. Besonders die Verkaufszahlen von E-Bikes stiegen sprunghaft an, was auch zu deutlich mehr tödlichen Unfällen führte. Laut Auswertungen von Destatis war im vergangenen Jahr ein Anstieg um mehr als 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen, obwohl die pandemiebedingten Einschränkungen allgemein zu weniger Unfällen führten.

Die DVW begrüßt den zunehmenden Radverkehr, betrachtet die Unfallentwicklung jedoch nach eigenen Aussagen mit Sorge. Sie appelliert daher an alle E-Bike-Neulinge, sich vor dem Kauf genau zu informieren. Außerdem sollten Fachhändler immer eine Einweisung in Funktion und Handhabung sowie ausführliche Probefahrten anbieten. Individuelle Fahrtrainings und ein Fahrradhelm seien zusätzlich empfohlen.

Fokus Radverkehr

Seit 2015 steigt die Zahl der getöteten Pedelec-Fahrenden kontinuierlich und stark an. Zu den Ursachen zählen höhere Durchschnittsgeschwindigkeiten und die besondere Handhabung. Gefährdet sind vor allem ältere Menschen, die nicht nur eine Hauptnutzergruppe bilden, sondern generell ein erhöhtes Unfall- und Verletzungsrisiko haben, schreibt die DVW.

Um auf diesen Negativtrend zu reagieren, fokussiert die Verkehrswacht nun erneut die Radverkehrssicherheit. Sofern die Infektionsschutzbestimmungen es zulassen, soll dazu unter anderem ein bundesweiter Aktionstag im Mai veranstaltet werden, so die DVW. Das Thema Pedelec-Sicherheit werde außerdem auf der diesjährigen DVW-Fachtagung im Rahmen der Hauptversammlung bearbeitet.

Angebote ausbauen

Bereits seit dem Jahr 2015 hat die DVW Pedelec-Trainings in ihr Programm aufgenommen, bei dem nicht nur über die speziellen Eigenschaften der Fahrzeuge informiert wird, sondern auch praktische Fahrtrainings enthalten sind. Durch die Corona-Beschränkungen konnten diese Veranstaltungen schon länger nicht durchgeführt werden, was eine Lücke ins Präventionsangebot riss. Eigentlich müssten Verkehrswachten und andere Anbieter angesichts der Situation verstärkt Kurse zur Handhabung von Pedelecs insbesondere für Wiedereinsteiger anbieten, um den wachsenden Unfallzahlen entgegenzuwirken, fordert die DVW.

(ts)

Foto : Rendel-Freude

 

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