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19.07.2021

Geändertes Verkehrsverhalten: Mehr Radfahrer und Fußgänger

Fahrrad
Immer mehr Menschen schwingen sich auf den Fahrradsattel

Die Corona-Pandemie hat bei vielen Deutschen zu einem Umdenken in Sachen eigener Mobilität geführt. Eine Umfrage bestätigt den Trend zum Radfahren und Zufußgehen.

Eine Umfrage der Initiative für sichere Straßen mit dem Marktforscher „OmniQuest“, über die auto-medienportal.de berichtet, zeigt: Knapp 40 Prozent der Befragten wollen ihr Mobilitätsverhalten ändern. Die meisten wollen künftig häufiger zu Fuß (+64 Prozent) oder mit dem Rad (+50 Prozent) unterwegs sein. Auf Flüge wollen die Befragten deutlich öfter verzichten (-64 Prozent). Auch den öffentlichen Personen Nahverkehr wollen in Zukunft wesentlich weniger Menschen nutzen (-43,5 Prozent).

Neben der Initiative zur Früherkennung von Gefahrenstellen im Straßenverkehr (FeGiS) gehören zu den Partnern des Projekts: Institut für Straßenwesen der Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, die Deutsche Hochschule der Polizei – Fachgebiet Verkehrswissenschaft & Verkehrspsychologie, Münster, die PTV Planung Transport Verkehr AG, Karlsruhe und DTV-Verkehrsconsult, Aachen. Sie fanden auch heraus, dass der Verkehr teilweise schon wieder Vor-Krisen-Niveau erreicht hat. „Wir haben fast die Verkehrsstärken von 2019 wieder erreicht, wenn wir die Auswertung unserer zahlreichen Dauerzählstellen ansehen“, sagt Dr. Thorsten Kathmann von der DTV-Verkehrsconsult.

Höheres Konfliktpotenzial erwartet

Der Trend zum Radfahren birgt das Risiko vermehrter Konfliktsituationen zwischen Zweirädern und Kfz, schreibt auto-medienportal.de. Daher erwarten die FeGiS-Forscher eine steigende Zahl an Gefahrenstellen. „Die Verkehrsteilnehmer werden durch komplexere Verkehrssituationen zunehmend gefordert. Zu hohe Geschwindigkeit, ungenügender Abstand und Fehler beim Abbiegen sind die Hauptursachen für Unfälle mit Personenschäden. 25 Prozent der Unfälle mit Getöteten werden durch nicht angepasste Geschwindigkeit verursacht. Mit zunehmend mehr Radfahrern, insbesondere auch E-Bikern, auf der Straße und geringer Radverkehrsinfrastruktur wird sich diese Situation weiter zuspitzen“, sagt Prof. Dr. Christine Sutter von der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster, ebenfalls Mitglied des FeGiS-Teams.

(sd)

Foto : Thinkstock/Tobias Ackeborn

 

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