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12.07.2012

Hohes Risikopotenzial

Mit dem motorisierten Einstieg in den Straßenverkehr steigt auch das Risiko jugendlicher Fahrer zu verunglücken.

Ab 15 Jahren erreichen viele Jugendliche die wichtige Schwelle der motorisierten Fortbewegung. Damit steigt auch die Gefahr, im Straßenverkehr zu verunglücken.

Die Mobilität der 15- bis 17-Jährigen Jugendlichen nimmt zu, zurückgelegte Wege werden länger. Mehr als eine Stunde täglich sind 15- bis 17-Jährige im Straßenverkehr unterwegs und legen dabei im Schnitt über 20 Kilometer zurück. Damit steigt aber auch die Gefahr: Das Risiko für 15- bis 17-Jährige, im Straßenverkehr zu verunglücken, ist um ein Mehrfaches höher als das der Kinder bis 14 Jahre. Darauf weist der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) hin.

20.371 Jugendliche verunglückten nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes 2011 im Straßenverkehr, 117 Jugendliche wurden bei Unfällen getötet. Gegenüber 2010 stieg die Zahl der Verunglückten dieser Altersgruppe um 5,6 Prozent, die der Getöteten sogar um 15,8 Prozent. Dabei sind die Jungen stärker gefährdet als die Mädchen: 60 Prozent der Verunglückten und fast 80 Prozent der Getöteten waren männlich. Gestiegen sind in dieser Altersgruppe vor allem die Zahl der verunglückten Fahrradfahrer (15,4 Prozent) und die der Fahrer von motorisierten Zweirädern (9,2 Prozent).

Die Ursachen dieser Unfälle liegen teilweise auch in altersspezifischen Verhaltensweisen: Junge Menschen haben gegenüber Älteren ein weniger stark ausgeprägtes Gefahrenbewusstsein. Objektiv gefährliches Verhalten wird von ihnen weniger intensiv wahrgenommen. Eine falsche Einschätzung ihrer Fähigkeiten („Ich kann das schon“) und eine starke Kontrollüberzeugung („Ich habe das im Griff“) sind bei ihnen stark verbreitet. Hinzu kommt der Einfluss der Gleichaltrigen, bei denen oft nicht der vorsichtige, sondern der forsche Fahrer den stärksten Beifall findet.

Wichtig ist nach Auffassung des DVR, die Jugendlichen in ihrer Mobilitätsentwicklung zu begleiten. Sie wollen mit ihren Erwartungen, Motiven und Bedürfnissen ernst genommen werden. Gefragt ist auch das Vorbild der Eltern, Lehrkräfte und Ausbilder, ebenso wie Rücksicht und partnerschaftliches Verhalten der anderen Verkehrsteilnehmer. Mit 17 Jahren können Jugendliche nach der Fahrausbildung und der Prüfung auch ein Auto steuern. Das „Begleitete Fahren ab 17“ ist nach Meinung der Experten beim DVR eine gute Möglichkeit, die Unfallzahlen zu senken. Eltern sollten ihre Kinder dabei nach Kräften unterstützen.

Quelle: www.dvr.de

 

Foto : DVR

 

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