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10.01.2022

JIM-Studie 2021: Desinformationen und Beleidigungen im Netz nehmen zu

Jugendliche
Gut acht von zehn Jugendlichen nutzen regelmäßig Videostreaming-Dienste

Der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest hat die alljährliche JIM-Studie zum Medienverhalten von Jugendlichen veröffentlicht. Das Ergebnis: Mehr als die Hälfte der Zwölf- bis 17-Jährigen begegnet im Netz Hassbotschaften, extremen politischen Ansichten oder Verschwörungstheorien.

Fragt man die Jugendlichen nach relevanten aktuellen Themen, so stehen der Klimawandel und die Corona-Situation im Fokus. Bei der Frage nach ihren drei wichtigsten Nachrichtenquellen, nennt ein Drittel der Zwölf- bis 19-Jährigen das Fernsehen (32 Prozent), jeweils jeder fünfte Jugendliche das Radio (22 Prozent) und das Internet (21 Prozent).

WhatsApp bleibt weiterhin der wichtigste Dienst zur Kommunikation unter den Zwölf- bis 19-Jährigen. 92 Prozent der Jugendlichen nutzen ihn mindestens mehrmals pro Woche. Instagram folgt mit 58 Prozent auf dem zweiten Platz, verliert aber im Vergleich zum Vorjahr an Relevanz. TikTok (46 Prozent) hat bei den Jugendlichen weiter an Bedeutung gewonnen und verdrängt Snapchat (42 Prozent) vom dritten Platz.

Hass im Netz

Wenig erfreulich ist, dass 58 Prozent der Jugendlichen allein im Monat vor der Befragung mit Hassbotschaften im Internet konfrontiert wurden, 56 Prozent mit extremen politischen Ansichten sowie etwa die Hälfte mit Verschwörungstheorien und beleidigenden Kommentaren. Fake News liegen bei 42 Prozent. Lediglich 23 Prozent der Jugendlichen konnten von sich sagen, im letzten Monat mit keinem dieser Phänomene konfrontiert worden zu sein. Die Ergebnisse machen deutlich, wie wichtig die Förderung eines sicheren und kompetenten Umgangs mit aggressivem und hasserfülltem Verhalten im Netz ist.

Zur Studie:

Die Studienreihe JIM (Jugend, Information, Medien) wird vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest seit 1998 jährlich in Zusammenarbeit mit dem Südwestrundfunk (SWR) durchgeführt. Für die repräsentative Studie wurden vom 1. Juni bis 11. Juli 2021 1.200 Jugendliche im Alter von zwölf bis 19 Jahren in Deutschland telefonisch oder online befragt. Alle Ausgaben der JIM-Studie von 1998 bis 2021 sind hier abrufbar.

(sd)

Foto : diane39/Getty Images/iStock

 

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