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15.09.2021

Kidical Mass fordert kinderfreundliches Straßenrecht

Kind mit Fahrradhelm
Die Kidical Mass ist eine Bewegung, die Kinder und Mobilität im Fokus hat und sich für lebenswerte Städte einsetzt

In 130 Städten gehen Kinder und ihre Familien im Rahmen der Kidical Mass am 18. und 19. September auf die Straße. Sie fordern ein neues Verständnis von Mobilität, ein inklusives und kinderfreundliches Straßenverkehrsrecht und mehr Platz auf den Straßen für jüngere Generationen.

Die Verkehrsinfrastruktur sei für das Auto gemacht, kritisiert der Ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD) in einer Pressemitteilung. Eltern und Kinder trauen sich deshalb nicht einmal kurze Strecken auf dem Rad zurückzulegen – egal ob in der Stadt oder auf dem Land.

Die Bewegung Kidical Mass ruft deshalb zu einer kindgerechten Mobilitätsplanung auf. „Wir wollen, dass sich alle Kinder und Jugendlichen sicher und selbstständig mit dem Fahrrad bewegen können“, sagt Co-Organisatorin Simone Kraus. „Die Bedürfnisse von Kindern im Verkehr sollen im Fokus stehen: Platz und Sicherheit.“

Die Forderungen:

  • Sichere Schulradwege-Netze bis 2030
  • Schulstraßen und verkehrsberuhigte Bereiche vor Schulen und Kitas
  • Stetige jährliche Finanzierung mit konkreten Zielvorgaben an die Kommunen
  • Kinderfreundliches Straßenverkehrsrecht: Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts, geschützte, baulich getrennte, breite Radwege an Haupstraßen, Spielstraßen, Wohngebiete ohne Durchgangsverkehr, Vision Zero (null Verkehrstote)

Auch der VCD-Bundesvorsitzende Stefan Bajohr plädiert dafür, dass Kinder ohne Angst aufs Fahrrad steigen können. Er kritisiert: „Solange die Verkehrspolitik dem Auto Vorrang vor allen anderen Verkehrsteilnehmenden einräumt, ist das nicht möglich. Reduzierte Geschwindigkeiten und eine gerechte Platzverteilung machen klimafreundliche Mobilität für Alt und Jung attraktiv und erhöhen die Lebensqualität für alle.“

(mm)

Foto : Ramona Heim/stock.adobe.com

 

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