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12.04.2021

Kopfhörer als Unfallrisiko

Autofahrerin mit Kopfhörern
Wer einen Kopfhörer trägt, kann entscheidende Umgebungsgeräusche überhören

Mit einem Kopfhörer auf den Ohren am Straßenverkehr teilzunehmen, birgt ein erhöhtes Unfallrisiko. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) erklärt, warum man beim Autofahren, Radeln oder Spazierengehen besser auf Kopfhörer verzichten sollte.

Generell ist es nicht verboten, Kopfhörer im Straßenverkehr zu tragen, schreibt die DVR. Allerdings müssen laut Paragraph 23 Absatz 1 der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) alle, die ein Fahrzeug führen, sicherstellen, dass ihr Gehör dabei nicht negativ beeinträchtigt wird – sei es durch Musik und Telefongespräche über Kopfhörer oder durch ein lautes Radio.  

Wer sich hinter dem Steuer über Kopfhörer beschallen lässt, sollte sich bewusstmachen: Zu laute Musik kann vom Verkehrsgeschehen ablenken und wird dann schnell zur Unfallursache. „Außerdem besteht die Gefahr, dass wichtige Umgebungsgeräusche nicht oder nicht rechtzeitig wahrgenommen werden“, heißt es beim DVR weiter. Das Hupen anderer Verkehrsteilnehmer oder den Klang eines Einsatzhorns wegen zu lauten Sounds zu überhören, ist nicht nur gefährlich, sondern auch ordnungswidrig und wird mit einem Bußgeld geahndet. Außerdem gilt: Wer beim Autofahren nachweislich Kopfhörer trägt, hat laut Allianz bei einem Unfall Mitschuld.

Gleicher Effekt bei Radfahrern und Fußgängern

Auch auf dem Rad begünstigt Musik auf den Ohren abschweifende Gedanken und mangelnde Konzentration auf den Straßenverkehr. Umgebungsgeräusche werden unter Umständen nicht oder zu spät gehört und die Reaktionsfähigkeit kann sich verzögern. Fußgängern rät der DVR ebenfalls, den Kopfhörer zu Hause zu lassen. Denn besonders Fahrzeuge mit Elektroantrieb wie E-Autos, E-Scooter, oder Krafträder mit E-Antrieb, werden durch die laute Beschallung seltener rechtzeitig wahrgenommen.

(sd)

Foto : ako photography/stock.adobe.com

 

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