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28.09.2020

Mehr Gurtmuffel erwischt

Sicherheitsgurt
Der Sicherheitsgurt kann bei einem Unfall Schlimmeres verhindern

Zum Schuljahresbeginn sind der Polizei in Bayern vermehrt Personen aufgefallen, die nicht vorschriftsgemäß angegurtet waren. Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann erinnert an die Gurtpflicht.

Bei Schwerpunktkontrollen in der ersten Schulwoche hat die Bayerische Polizei in diesem Jahr mehr Gurtmuffel ertappt. Laut Innenminister Herrmann waren das 2.088 nicht vorschriftsmäßig angegurtete Personen, rund 150 mehr, als zum Schuljahresbeginn im vergangenen Jahr. Laut Herrmann besonders ärgerlich ist, dass darunter auch 425 ungenügend gesicherte Kinder waren.

„Dieser unverantwortliche Leichtsinn kann Leben kosten“, mahnte Herrmann. „Gerade Eltern sollten ihren Kindern ein Vorbild sein.“ Der Innenminister appellierte, unbedingt die Gurt- und Kindersicherungspflicht zu beachten, auch auf Kurzstrecken. Er gibt zu bedenken, dass 2019 auf Bayerns Straßen nahezu jeder fünfte tödlich verunglückte Autoinsasse nicht angeschnallt war. „Das kostete letztes Jahr 47 Menschen das Leben. Besonders tragisch war der Tod von drei Kindern, die als Mitfahrer nicht ordnungsgemäß gesichert waren“, so Herrmann.

Auch mehr Elterntaxis unterwegs

Die Polizeipräsidien berichteten dem Innenminister zudem über das zunehmende Problem mit „Elterntaxis“. Offenbar verschärfe die Corona-Pandemie die Situation mit Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto direkt vor die Schule bringen und sich dabei wenig um die Verkehrsregeln scheren. Laut Herrmann wird die Polizei daher auch in den kommenden Wochen verstärkt im Umfeld von Schulen unterwegs sein und Verstöße ahnden.

(sd)

Foto : justasc/Fotolia

 

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