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09.05.2018

Mit Graffiti „Geisterradler“ erziehen

Aktion gegen Geisterradler
Landrat Olaf Gericke, die Polizeihauptkommissare Theodor Pier und Richard Rauer und Warendorfs Bürgermeister Axel Linke (v.l.) haben die Aktion „Geisterradler“ vorangetrieben. Rechts sieht man wie das Graffiti auf dem Gehweg aussieht

Radfahrer, die im Kreis Warendorf die falsche Radwegseite nutzen, werden mit einem Graffiti auf ihr Fehlverhalten aufmerksam gemacht und aufgefordert, die Seite zu wechseln.

Viele Radfahrer sind der Meinung, dass sie aus Bequemlichkeit auch die falsche Seite des Radweges nutzen können und werden damit zum „Geisterradler“. Damit verstoßen sie nicht nur gegen die Verkehrsordnung, sondern sorgen auch für gefährliche Situationen, wenn ihnen andere Radfahrer entgegenkommen. Im Kreis Warendorf in Nordrhein-Westfalen hat die Kreispolizei nun reagiert, denn von 330 Fahrradunfällen im Jahr 2017 wurde ein Großteil von den sogenannten „Geisterradlern“ verursacht.

Darum wurde jetzt in fünf Kommunen eine Aktion gestartet, um die Falschfahrer auf ihr Fehlverhalten aufmerksam zu machen. Mittels einer speziellen Schablone wurden Graffitis auf die Radwege gesprüht, die einen „Geisterradler“ zeigen und ihn auffordern, die Straßenseite zu wechseln. „Wir haben bewusst keine Schilder gewählt, an denen man sich satt sieht, sondern diese Form“, sagt Landrat Olaf Gericke, der selbst vor Ort war, um die Aktion zu begleiten. In den Städten Warendorf, Beckum, Ahlen, Telgte und Oelde sind nun diese Graffitis zu sehen, die hoffentlich zum Umdenken führen. 

Die Polizeikommissare Richard Rauer und Theodor Pier begrüßen diese Maßnahme, denn sie erleben es täglich, dass die Radfahrer die falsche Seite nutzen. Vor allem im Schulviertel in Warendorf scheint dies bei den Schülern sehr beliebt zu sein, dabei ist ihnen wohl nicht klar, wie gefährlich dieses Verhalten ist. Autofahrer, die aus Seitenstraßen kommen, verlassen sich im Regelfall darauf, nach links zu schauen, weil eigentlich nur von dort Radfahrer kommen dürften. So entstehen oft lebensbedrohliche Situationen und Unfälle. 

Neben den Graffitis setzt die Polizei verstärkt auf Kontrollen. Und das kann teuer werden, denn zwischen zehn und 35 Euro kostet das „Knöllchen“, das der „Geisterradler“ bezahlen muss. Warendorfs Bürgermeister Axel Linke ist ein klarer Befürworter der Aktion: „Das hat nichts mit Bevormundung zu tun, sondern hier besteht ein akutes Sicherheitsrisiko.“ Alle Beteiligten hoffen darauf, dass die Aktion zur Senkung der Unfallzahlen mit Radfahrern beiträgt und dass dies auch nachhaltig bei den Radfahrern Wirkung zeigt. (lie)

Foto : Ines-Bianca Hartmeyer

 

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