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20.03.2012

Pedelecs im Fokus

DVR-Präsident Dr. Walter Eichendorf weist auf das veränderte Fahrverhalten bei Pedelecs hin.

Die immer beliebteren Pedelecs standen in Goslar auf der Tagesordnung. Experten warnen vor deutlich unterschiedlichen technischen und dynamischen Eigenschaften im Vergleich zu herkömmlichen Fahrrädern.

Goslar. Die durch einen Elektromotor unterstützten Fahrräder liegen voll im Trend und erfreuen sich in Deutschland immer größerer Beliebtheit. So werden in diesem Jahr rund 600.000 Pedelecs – Kunstwort aus Pedal Electric Cycle – auf Deutschlands Straßen unterwegs sein. Doch einige Experten warnten auf dem diesjährigen Verkehrsgerichtstag in Goslar, der vom 25. bis 27. Januar stattfand, vor den Risiken dieser modernen Räder. Insbesondere unterscheiden sich die technischen und fahrdynamischen Eigenschaften deutlich von herkömmlichen Fahrrädern.

Bei den Pedelecs unterscheidet man zwischen Pedelec 25 (maximale Motorleistung 250 Watt und maximale Geschwindigkeit 25 km/h) und Pedelec 45 (Motorleistung maximal 500 Watt, der Motor schaltet sich bei 45 km/h ab). Für letztere gilt eine Versicherungspflicht, bislang aber keine Helmpflicht.
Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat DVR sprach sich in Goslar klar für eine Helmpflicht für Pedelec 45 aus. Auch sollen die Richtlinien für Helme weiterentwickelt werden, die auch bei höheren Geschwindigkeiten vor Kopfverletzungen schützen können. „Wir sind sehr froh, dass der Verkehrsgerichtstag deutlich festgestellt hat, dass Pedelecs für die Benutzung durch Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren nicht geeignet sind“, erklärte DVR-Präsident Dr. Walter Eichendorf.

„Da Pedelecs schneller und schwerer als normale Fahrräder sind, kann es bei zügiger Kurvenfahrt schneller zu Stürzen kommen und die Bremswege können leicht unterschätzt werden“, weiß Dr. Eichendorf. Darum empfiehlt der DVR den Ausbau von Radverkehrsanlagen, um den höheren Fahrgeschwindigkeiten gerecht zu werden und um Konflikte, insbesondere mit Fußgängern, weitestgehend zu vermeiden.

 

Foto : dvr

 

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