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19.08.2020

Sichere Busfahrt

Das Statistische Bundesamt verzeichnete seit 1995 nur vier Kinder, die im Schulbus ums Leben kamen

Millionen Schulkinder legen ihren Schulweg täglich mit dem Bus zurück. Der ADAC erklärt, was zu einer sicheren Busfahrt beiträgt.

Laut Unfallstatistik gehört der Schulbus zu den sichersten Beförderungsmitteln für den Weg zur Schule und nach Hause. Wie sich die Sicherheit für die kleinen Mitfahrer weiter erhöht, beschreibt der ADAC:

Grundsätzlich müssen Kinder auch in Schulbussen ordnungsgemäß gesichert werden, sofern Sicherheitsgurte vorhanden beziehungsweise vorgeschrieben sind. Bei neu zugelassenen Kraftomnibussen bis 3,5 Tonnen (im Regelfall mit bis zu neun Sitzplätzen) müssen seit 01. Oktober 2001 Dreipunkt-Sicherheitsgurte installiert sein. Geeignete Kindersitze sind in diesen Fahrzeugen Vorschrift.

In Omnibussen über 3,5 Tonnen (mit mehr als neun Sitzplätzen) müssen bei neuen Fahrzeugen seit dem 1. Oktober 1999 Zweipunkt-Gurte eingebaut sein und auch genutzt werden. Allerdings sind der Linienverkehr und der freigestellte Schulbusverkehr von der Anschnallpflicht befreit.

Überland möglichst nur mit Sitzplatz

Kinder, die mit dem Bus auf Landstraßen im Überlandverkehr unterwegs sind, sollten möglichst nur auf Sitzplätzen befördert werden. Eine Vorschrift zur Kindersicherung mit Kindersitzen gibt es in Bussen über 3,5 Tonnen bis jetzt nicht. Die Kinder sollten aber dennoch den Zweipunkt-Gurt verwenden, da sie im Fall eines Unfalls verhindern, dass die Insassen aus dem Sitz geschleudert werden. Schulbusse, in denen Fahrgäste während der Fahrt stehen müssen, dürfen außerorts nicht schneller als 60 km/h fahren.

Überfüllte Busse vermeiden

Ein Problem und damit Anlass zu Beschwerden sind überfüllte Busse. Sind keine ausreichenden Sitzplatz-Kapazitäten vorhanden, führt dies selbst bei den Stehplätzen häufig zu einer hohen Auslastung. Niemals sollten mehr Kinder befördert werden als Sitz- und Stehplätze zugelassen sind. Stehplätze können im freigestellten Schulbusverkehr durch den Schulbusträger im Schulbusvertrag unterbunden oder eingeschränkt werden. Bei regelmäßig überfüllten Bussen sollten zusätzliche Fahrzeuge eingesetzt oder bedarfsorientierte Busangebote angestrebt werden.

Sicherer durch Busbegleiter

Schulbusbegleiter sind geschulte ältere Kinder, Jugendliche oder Erwachsene, die helfen sollen, das Ein- und Aussteigen der Schüler an den Haltestellen zu koordinieren, aggressives Verhalten während der Fahrt zu unterbinden und damit den Fahrer von Beaufsichtigungsaufgaben zu befreien. Nur dann, wenn der Fahrer seine Fahraufgabe konzentriert und ohne Ablenkung durchführen kann, ist die höchstmögliche Sicherheit gewährleistet.

(sd/ADAC)

Foto : Otto Durst/fotolia

 

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