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05.09.2022

UDV: Vorschläge für mehr Radsicherheit

Vor allem für Pedelecs fordert die UDV weitere Maßnahmen, die zur Sicherheit beitragen

Die Zahl der Fahrradunfälle bleibt konstant hoch, bei älteren Menschen steigt sie sogar- die Unfallforschung der Versicherer (UDV) hat deshalb vier Vorschläge entwickelt, wie Radfahren sicherer werden kann.

Die UDV stellt in einer Pressemitteilung vier Punkte vor, wie Radfahrende sicherer im Straßenverkehr unterwegs sein könnten. Der erste Vorschlag: Grundstückszufahrten sollten sicherer gestaltet werden. „Fast jeder fünfte Unfall zwischen einem Radfahrer und einem Pkw und fast jeder siebte Unfall mit schwerverletzten oder getöteten Radfahrern passiert an einer solchen Grundstückszufahrt“, sagt Siegfried Brockmann, der Leiter der UDV. Je nach Frequenz und Lage fordert er deshalb freie Sichtachsen, das Anbringen von Spiegeln oder sogar die Installation einer Ampel.

Weiterhin fordert die UDV, Assistenzsysteme zu nutzen, um „Dooring“-Unfälle zu verhindern. Gerade in Städten kommt es immer wieder zu Unfällen, indem Autofahrende ihre Pkw-Türen unachtsam öffnen. Helfen könnten dabei, neben dem Schulterblick, Totwinkelwarner. „Dafür müssten die Systeme so eingestellt werden, dass sie bis zum Aussteigen der Passagiere aktiv bleiben und den Fahrer sowohl optisch als auch akustisch warnen, wenn sich ein Radfahrer nähert“, sagt Brockmann.

Regeln für Pedelecs

Der dritte Vorschlag der UDV ist, Maximalmaße und -gewicht für Pedelecs festzulegen. „Angesichts der explosionsartigen Verbreitung von Lastenfahrrädern, Anhänger und diversen Um-, An und Aufbauten sehen wir auf den Straßen immer längere, breitere und schwerere Pedelecs, deren Dimensionen und Risiken mit denen eines herkömmlichen Fahrrads nicht mehr zu tun haben“, sagt Brockmann. Dadurch ergäben sich sowohl bei der Fahrt als auch beim Abstellen Probleme.

Zudem, so Brockmann, sollten Pedelecs an die Leistungsfähigkeit der Fahrenden angepasst sein. So rät er zum Kauf bei einem Fachhändler, der ausreichend beraten und in den Gebrauch des Fahrzeugs einweisen kann. Senioren rät er zudem zu einem Fahrsicherheitstraining auf dem Pedelec. Noch besser wäre es laut Brockmann aber, wenn sich die Tretunterstützung an der Muskelkraft des Fahrenden orientieren würde. Brockmann: „Sie könnten dank des Motors weiterhin ermüdungsfrei und auch bergauf fahren, während gleichzeitig das Risiko schwerer Verletzungen nach einem Unfall reduziert wäre.“

(mm)

Foto : Freepik/stock.adobe.com

 

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