Aktuelle Nachrichten

11.09.2020

Warum bringen Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule?

Wenn sich die Autos der Elterntaxis vor den Schulen stauen, kann es für die Kleinen gefährlich werden

Das Deutsche Kinderhilfswerk (DKHW), der ökologische Verkehrsclub VCD und der Verband Bildung und Erziehung (VBE) haben eine Umfrage zum Thema „Sicherer Schulweg“ veröffentlicht.

Für die Umfrage befragte das Politik- und Sozialforschungsinstitut forsa repräsentativ deutschlandweit 1.003 deutschsprachige Personen ab 18 Jahren nach ihren Einschätzungen und Gründen, weshalb Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen.

Das Ergebnis: Zwar schätzen mehr als zwei Drittel der Befragten (69 Prozent) ein, dass Eltern vor allem aus Bequemlichkeit Kinder mit dem Auto zum Kindergarten und zur Schule bringen, doch diese Argumentation greife zu kurz, so der VCD in einer Pressemitteilung. 44 Prozent der Befragten meinten nämlich außerdem, dass mit dem Bringen der Kinder mehrere Wege der Eltern verbunden werden. Dies gaben 56 Prozent der Eltern an. Zusammen mit der Angst vor weiteren Gefahren – dass die Kinder beispielsweise Opfer einer Straftat werden (48 Prozent) – seien dies die Top-3-Gründe für das Bringen von Kindern.

Maßgeblich sei aber auch die Einschätzung, dass die Wege für die Kinder zu lang sind. Das sagten 32 Prozent der Befragten, 38 Prozent der Eltern. Wenn dann auch noch öffentliche Verkehrsmittel fehlen würden, was jede dritte befragte Person (34 Prozent) sagt, helfe das Umsteigen auf das Rad oder das Laufen zu Fuß auch nicht immer. Denn 28 Prozent der Befragten gaben an, dass es an sicheren Fuß- oder Radwegen mangelt. Zudem gebe es ein deutliches Gefälle zwischen den Antworten in Abhängigkeit von der Wohnortgröße. Fehlende Fuß- oder Radwege sind demnach nur für 15 Prozent der Befragten, die in Orten mit weniger als 5.000 Einwohnerinnen und Einwohnern leben, einer der Gründe, weshalb Eltern ihre Kinder lieber mit dem Auto bringen. In Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohnerinnen und Einwohnern sagte dies mehr als jede dritte befragte Person (35 Prozent).

(ts)

Foto : somenski/Fotolia

 

0 Kommentare
 



Kommentare verfassen

Regelmäßig werden online verfasste Kommentare in der Verkehrserziehung veröffentlicht.
Um sich für eine Veröffentlichung zu qualifizieren, geben Sie bitte Ihren vollen Namen und unter den Kommentar an. Herzlichen Dank!

* Pflichtfeld
Donnerstag, 24.09.2020
Abonnement
Zeitschrift für Verkehrserziehung 02/2017

Sie wollen keine Ausgabe mehr verpassen? Dann abonnieren Sie die Zeitschrift für Verkehrserziehung noch heute!

Twitter
Twitter Logo

Kennen Sie eigentlich schon unseren Twitter-Account?

Kontakt

Haben Sie Fragen? Wir helfen Ihnen gerne weiter!

Produkt-Katalog

JETZT NEU: Entdecken Sie alle Produkte im aktuellen Katalog Verkehrserziehung & Prävention 2020/2021!